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Getreide und Milch

 

 

 

 

 

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Erst vor ungefähr 10.000 Jahren entwickelte der moderne Mensch die Landwirtschaft. Mit ihr traten zwei vollkommen neue Nahrungsmittel auf den menschlichen Speiseplan:

Getreide- und Milchprodukte.

Sie müssen bedenken, dass in entwicklungsgeschichtlicher Hinsicht zehntausend Jahre nicht mehr sind als ein Augenzwinkern. Genome - die Gesamtheit der Gene eines Individuums - verändern sich in zehntausend Jahren nicht sehr. Die menschlichen Gene konnten sich somit nur sehr zögernd auf die Einführung dieser zwei neuen Nährmittelgruppen vor zehntausend Jahren einstellen.

Im Großen und Ganzen war die Menschheit genetisch nicht in der Lage, mit dieser neuen Nahrung fertig zu werden.

Milchprodukte

Alle Menschen werden mit einem Enzym namens Laktase geboren, das es ihnen ermöglicht, Laktose (Milchzucker) in der Muttermilch zu spalten, damit sie vom Körper aufgenommen werden kann. Bei vielen Leuten sinkt die Tätigkeit dieses Enzyms nach früher Kindheit sehr weit ab, so dass viele Erwachsene eine Laktoseintoleranz entwickeln - das heißt, sie haben Probleme mit der Verdauung von Milch und Milchprodukten.

Erst mit der Viehzucht vor etwa achttausend Jahren war Kuhmilch (die, wie die menschliche Muttermilch, reich an Laktose ist) in großen Mengen verfügbar. Leider haben 80 Prozent der Weltbevölkerung sich genetisch noch nicht anpassen können. Für sie sind Milchprodukte (es sei denn, sie sind wie Joghurt vergoren und laktosefrei) eine Katastrophe, was die Auswirkungen auf die Verdauung angeht. Vielleicht wird nach weiteren zwanzigtausend Jahren jeder Mensch in der Lage sein, Milchprodukte zu verdauen, aber jetzt ist das bestimmt nicht der Fall.

Das gleich trifft auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreide zu.

Getreide

Nur etwa 25 Prozent der Bevölkerung zeigen eine gedämpfte Insulinreaktion, so dass diese Menschen kohlenhydratreiche Kost ohne große Probleme zu sich nehmen können. Weitere 25 Prozent der Bevölkerung reagieren bei der Zufuhr der gleichen Menge komprimierter Kohlenhydrate mit einem stark erhöhten Insulinspiegel. Zwischen diesen beiden Extremen bewegt sich die übrige Bevölkerung in den Industrieländern.

Wahrscheinlich hat der ständige Verzehr von Getreide allmählich eine entwicklungsgeschichtliche Anpassung bewirkt hat und die konsequenterweise erhöhte Insulinreaktion auf komprimierte Kohlenhydrate (wie Nudeln) abnimmt. In zwanzigtausend Jahren sind möglicherweise alle Menschen ausgestorben, die keine komprimierten Kohlenhydrate vertragen, ohne überzogene Insulinreaktion zu haben. Dann vielleicht, aber nicht jetzt.

Menschen wie Semmelknödeln

Eine andere Folge der Einführung von Getreide als Hauptnahrungsmittel vor zehntausend Jahren war die verminderte Zufuhr fettarmer tierischer Eiweiße. Das Ergebnis war, dass die Bevölkerungszahl schrumpfte und die Durchschnittsgröße von Männern wie Frauen um zirka fünfzehn Zentimeter sank. Es dauerte zehntausend Jahre, um diese fünfzehn Zentimeter zurückzugewinnen, und der größte Teil dieser Entwicklung lief im zwanzigsten Jahrhundert ab, als Nahrung ganz allgemein - und Protein insbesondere - in größeren Mengen vorhanden war.

Unglücklicherweise hat sich die Körperstruktur des modernen Menschen bei diesem Prozess anders als zuvor entwickelt. Statt wie Topathleten auszusehen, ähneln viele Leute eher Semmelknödeln. Warum? Mit dem steigenden Eiweißverzehr kam es zu einem explosiven Anstieg des Kohlenhydratverbrauchs. Das Ergebnis sind chronisch erhöhte Insulinspiegel und zunehmend viele Körperfettanteile.

In den Supermärkten stehen Regal für Regal Kohlenhydratbomben in verschiedenen Herstellerversion. Nun gut, der Magen kennt den Unterschied zwischen einen Schokoriegel, und einem Teller Nudeln nicht. Beides heißt für ihn nur, Kohlenhydrate verdauen. Im Übermaß gegessen bewirken also beide vermehrte Insulinausschüttung und Anhäufung von mehr Körperfett.

Unsere Körper entwickelten sich vor Jahrmillionen, um in bestimmter Weise sich mit Nährstoffen zu versorgen. Wir sind von diesem Pfad abgewichen, aber wir können uns an diesen Erkenntnissen orientieren und auf die genetisch gesehen richtige Ernährung leicht zurückfinden.

Dies würde ein Leben im Optimum bedeuten.

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Stand: 19. Februar 2008
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