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Keine Angst vor Fett

 

 

 

 

 

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Fettphobie

Nahrungsfett macht Sie nicht dick. Darüber hinaus müssen Sie Fett essen, um Fett zu verlieren - was noch schockierender ist. Das mag nach Ernährungshäresie klingen, ist aber wissenschaftlich bewiesen. In den fünfziger Jahren veröffentlichten Kekwick und Pawan an der Universität von London eine Grundsatzstudie.

Sie setzten Patienten auf eine kalorienarme (1000 Kilokalorien), aber fettreiche Diät. Das Fett stellte in der Tat 90 Prozent der Gesamtkalorienzahl. Was passierte? Diese Patienten verloren deutlich an Gewicht. Als diese Patienten auf eine kohlenhydratreiche Diät (90 Prozent der Kalorien werden durch Kohlenhydrate gedeckt) mit gleicher Kalorienzahl gesetzt wurden, gab es so gut wie keinen Gewichtsverlust. Faszinierend.

Aber auch bei uns finden sich Beweise. Denken Sie daran, dass die Leute bei kohlenhydratreichen Diäten dick bleiben, obwohl der Fettgehalt dieser Diäten sehr niedrig ist. Aber Fett ist nicht gleich Fett!

Die guten und die schlechten Kraftgeber: Fettsäuren

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Fett: die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Fette aus Pflanzen sind generell ungesättigt, während gesättigte Fettsäuren meist von Tieren stammen und sich in Butter, fettem Fleisch, fetten Wurstwaren und fetten Käsesorten wieder finden. Die drei Hauptmissetäter sind Innereien (wie Leber) fettes, rotes Fleisch und Eigelb. Sie tragen maßgeblich zum Übergewicht bei. Dies unter anderem deshalb, weil ein Gramm Fett 9,3 Kilokalorien liefert und damit mehr als doppelt soviel Kalorien wie Eiweiß oder Kohlenhydrate pro Gramm enthält. 

Besonders empfehlenswert sind ungesättigte Fettsäuren, die vom Körper selbst nicht produziert werden können. Insgesamt gibt es acht essentielle Fettsäuren, die in zwei Klassen unterteilt werden - Omega 6- und Omega 3-Fettsäuren. Sie sind für die Hormonproduktion unverzichtbar und verbessern die Kommunikation zwischen endokrinen Hormonen und den Zellen und sorgen für eine Balance der Hormone. 

Sie sind in kaltgepressten Olivenöl, Oliven, Avocados, in Samen und Nüssen, aber auch im Fisch enthalten, helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden und schützen so vor Herzinfarkt. Erste Hinweise auf eine gesundheitsfördernde Wirkung von Fisch gaben Bevölkerungsstudien in Grönland. Die dort lebenden Inuits verzehren sehr viel Fisch. Obwohl sie damit auch relativ viel Fett aufnehmen, erkranken sie deutlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Menschen in Industrieländern.

Olivenöl, mein Favorit, enthält rund 70 Prozent der einfach ungesättigten Ölsäure und etwa 12 Prozent der mehrfach ungesättigten Linolsäure. Diese ungesättigten Fettsäuren senken den schlechten LDL-Cholesterinspiegel im Blut, während sie den Anteil des guten HDL-Cholesterin steigern.

Nüsse sind zwar gesund, sollten jedoch vorsichtig dosiert werden, da sie schwer verdaulich sind und bis zu vier Stunden im Magen verbleiben

 

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die u.a. einen günstigen Einfluss auf bestimmte Blutfette haben. Pflanzenöle und Fettfische sind besonders reich an diesen Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Durch Umwandlung der lebensnotwendigen (essentiellen) Omega-3-Fettsäure "Linolensäure" können längerkettige Omega-3-Fettsäuren im menschlichen Organismus gebildet werden. Längerkettige Omega-3-Fettsäuren sind auch in fetten Kaltwasserfischen wie Makrele, Lachs, Hering, Sardine und daraus hergestellten Produkten enthalten, während Süßwasserfische nur geringe Mengen dieser Fettsäuren enthalten. Die Linolensäure kommt vor allem in bestimmten Pflanzenölen vor (z.B. Leinöl, Walnussöl, Rapsöl, Sojaöl).

Omega-3-Fettsäuren haben wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus. Zum einen sind sie Bestandteil von Zellmembranen, zum anderen sind sie Vorstufen von Gewebshormonen (Eicosanoide). Diese haben hormonähnliche Wirkungen. So hemmen sie beispielsweise die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) und verflüssigen das Blut, das heißt sie fördern die Fließeigenschaften des Blutes. Außerdem haben Omega-3-Fettsäuren eine senkende Wirkung auf bestimmte Blutfette, die so genannten Triglyceride.

Vorsicht! Sauerstoff  liebt Fett, macht es ranzig.

Auch in unserem Körper. Am meisten liebt Sauerstoff die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Sonnenblumen-, Soja- und Maiskeimöl. Diese wurden lange als gesund gepriesen und dann als Zeitbombe überführt. Denn sie oxidieren schnell. Oxidiertes Fett verwüstet andere Zellen im Körper, schädigt das Erbgut, begünstigt Krebs, löst Entzündungen aus, fördert Autoimmunkrankheiten, schlägt Kerben in Arterien, lässt Blut klumpen und schwächt das Immunsystem - in drei Worten: es macht alt.

Seit Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit den Omega 3-Fettsäuren, als sie entdeckten, dass Eskimos trotz beträchtlichen Fettkonsums nur selten über Herzattacken klagten. Es zeigte sich, dass Eskimoblut nur sehr langsam verklumpt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Eskimos fast ihr gesamtes Fett aus Meerestieren beziehen, die eine hohe Konzentration an Omega-3-Fettsäuren enthalten. Omega-3 senkt den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und macht das Blut dünnflüssiger. Omega-3-Fettsäuren finden sich vor allem in Lachs, Makrele oder Hering.

Cholesterin Margarine Fischöle Olivenöl Ballaststoffe

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Stand: 19. Februar 2008
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