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E=eßbar?

 

 

 

 

 

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E 300 = Ascorbinsäure (Vitamin C)

Was sind E-Nummern?

Es ist das erklärte Ziel der Europäischen Gemeinschaft, die Gesetze der Mitgliedsländer zu harmonisieren, auch wenn man beim Gang durch den Zoll manchmal nicht  den Eindruck hat.

Damit Lebensmittel von einem Land des Gemeinsamen Marktes ohne weiteres in ein anderes verbracht werden können, musste eine Liste derjenigen Stoffe zusammengestellt werden, die allgemein als unschädlich gelten. Dies sind die E-Nummern (richtiger: EG-Nummern). Die Liste ändert sich fortlaufend; manchmal werden Stoffe hinzugeführt, weil man sie für die Verwendung in Lebensmitteln brauchbar fand; manchmal werden werden Stoffe gestrichen, weil man sie durch wirksamere und harmlosere ersetzen konnte.

Sind Zusatzstoffe nötig?

Zucker und Salz, die wohl gebräuchlichsten Lebensmittel-Zusatzstoffe, sind für die Konservierung von großer Bedeutung. Aber zuviel Zucker oder zuviel Salz ist ungesund. Die beiden Stoffe sind zwar wertvoll, aber in ihrem Verbrauch sollte man zurückhaltend sein. Das gilt auch für die meisten anderen Zusatzstoffe: Sie sind auf Unschädlichkeit getestet, dennoch sollten Sie Etiketten sorgfältig lesen, um den Verzehr im Auge zu behalten. Nur einige wenige E-Nummern bezeichnen Substanzen, die auch in der Natur vorkommen, etwa Vitamin C oder Lecithin.

Die Einführung der E-Nummern eröffnet uns erstmals die Möglichkeit, den Code zu knacken, so dass wir mehr Möglichkeiten haben als je zuvor festzustellen, was wir essen. Zum ersten Mal erscheinen auf den Etiketten genügend Informationen, so dass die Wahl haben zwischen Stoffen, die wir ohne Bedenken benutzen, und solchen denen wir lieber aus den Weg gehen. Alle fabrikmäßig hergestellten Nahrungsmittel müssen die E-Nummern oder den tatsächlichen Namen der Zutat aufweisen. 

 

Informationen für den Verbraucher

Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung bestimmt, dass alle Zutaten einschließlich Wasser in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils (zur Zeit ihrer Herstellung) aufgezählt werden müssen. Es ist also ein nützlicher Hinweis auf die Menge des betreffenden Zusatzstoffes, wenn sie z.B. darauf achten, ob er über oder unter Salz angeführt ist.

Nahrungsmittel, die speziell für Kinder, Diabetiker oder für Leute gedacht sind, die abnehmen wollen, oder die sich an eine bestimmte Gruppe von Menschen mit besonderen Ernährungsanforderungen richten, unterliegen hinsichtlich ihrer Angaben und Erklärungen der strengen Kontrolle einer EG-Richtlinie. Es kann jedoch Schwierigkeiten mit einigen ausgezeichneten Lebensmitteln geben, deren diätetische Wirkung man nicht angeben darf, bevor sie nicht als Medizin zugelassen sind! Was bedeuten würde, dass sie nur über die Apotheke zu kaufen wären - möglicherweise rezeptpflichtig. 
So darf beispielsweise bei Frühstücksflocken auf der Basis von Weizenkleie nicht angegeben werden, dass ihr Verzehr Verstopfung verhindert, obgleich man seit der Römerzeit, seit 2000 Jahren also, weiß, dass Vollkornbrot diese Wirkung hat und noch nie ein ernstzunehmender Fachmann daran zweifelte.

Das ist wieder so ein Fall, wo die Gesetzgebung, die doch zum Schutz des Verbrauchers entwickelt wurde, ebendiesen Verbraucher vor Informationen abschirmt, die zu einer vernünftigen Entscheidung nötig sind. Es sollte doch genügen, wenn die Werbeaufdrucke zurückhaltend, ehrlich und vertrauenswürdig sind.

Einige ausgewählte Beispiele

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Erlaubte Farben (E 100-E 180)

Die meisten Farben werden aus kosmetischen Gründen zugesetzt: damit das Produkt ansprechender aussieht. Bei den Farbstoffen gibt es gegensätzliche Auffassungen über ihre Schädlichkeit, besonders bei bestimmten schwarzen, braunen, gelben und roten Farben.

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Konservierungsstoffe (E 200-E 290)

Konservierungsstoffe sind Zutaten, die das Wachstum von Mikroorganismen verzögern oder verhindern. Für den Verbraucher bedeuten sie, dass er unschädliche Lebensmittel durch eine Gruppe von Substanzen erhält, die unter dem Strich betrachtet immer noch viel gesünder sind als verdorbene Nahrungsmittel. Konservierungsmittel sollte man nur dann vermeiden, wenn man sicher ist, dass das Nahrungsmittel frisch ist.

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Erlaubte Antioxidanzien

Der Luftsauerstoff verursacht bei vielen Lebensmitteln Veränderungsprozesse, die sie ungenießbar machen, z.B. werden dadurch Öle und Fette ranzig. Die Antioxidanzien umfassen Natur- und naturidentische Produkte wie etwa Vitamin C (E 300 = Ascorbinsäure) und Vitamin E (die Tocopherole) bis hin zu solchen, deren Ungefährlichkeit umstritten ist, wie z.B. E 320 (BHA) und E 321 (BHT).

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Emulgatoren und Stabilisatoren

Wenn ein Ei benutzt wird, um Majonäse zu machen oder eine Sauce zu binden, dann wirkt das Lecithin des Eies als Emulgator. Lecithin hat die Nummer E 322 und wird heute meist aus Sojabohnen hergestellt. Emulgatoren verbinden Stoffe, die normalerweise nicht mischbar sind, etwa Fett und Wasser. Viele von ihnen sind harmlos und natürlichen Ursprungs, ebenso die Stabilisatoren.

Die Polyphosphate, E 450, die benutzt werden, um gepökeltes Fleisch, Schinken eingeschlossen, >>zart<< zu machen, sind in Wirklichkeit ein Weg, die Niedrigpreis-Substanz Wasser zuzugeben. Tiefgefrorenes Geflügel werden oft Phosphate zugegeben, was einen erheblichen Gewichtszuwachs bedeutet. Ein englische Verbrauchermagazin untersuchte gekochten Schinken in Büchsen und entdeckte Wasserzusätze von null bis 42 Prozent.

Es gibt genaue Vorschriften über den Höchstgehalt an Wasser in tiefgefrorenen Geflügel, und dieser Wert liegt niedrig. Doch ist es eine erstaunliche Tatsache, dass mit Polyphosphaten behandeltes Geflügel von dieser Begrenzung ausgenommen ist, wenn der Phosphatzusatz auf dem Etikett deklariert ist. Wasser muss auf der Zutatenliste des Etiketts in der tatsächlichen Menge aufgeführt werden, wenn sein Anteil 5 Prozent vom Gesamtgewicht des fertigen Produkts übersteigt.

Emulgatoren und Stabilisatoren verwendet man auch, um den Fettanteil in Fleischprodukten zu verstecken; so ist es durchaus möglich, dass das Produkt gut und gerne 40 Prozent Fett enthält, aber fest und mager aussieht. Außerdem ermöglicht es die moderne Technik, Tierteile zu verarbeiten, die man normalerweise nicht nutzen kann. Oft sind diese Teile nährstoffreich, sie können aber auch unappetitlich sein.

 

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Süßmittel und Zuckeraustauschstoffe

Nur zwei zugelassene Zuckeraustauschstoffe haben überhaupt E-Nummern: Sorbit (E 420) und Mannit (E 421). 

Künstliche Süßstoffe (E 950,E 951) sind erlaubt, die Angabe der Verkehrsbezeichnung ist vorgeschrieben. 

Die echten Zucker gelten als Nährstoffe, nicht als erlaubte Süßmittel, und werden als Zucker (Sucrose), Glukose (Dextrose, Traubenzucker), Fruchtzucker (Fruktose) und Milchzucker (Laktose) aufgeführt.

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Lösungsmittel

Bestimmte Flüssigkeiten, die keine natürlichen Nahrungsmittelbestandteile sind, werden benutzt, um Stoffe zu extrahieren oder zu lösen, so dass man sie Produkten zufügen kann. Häufig zu diesem Zweck benutzt wird Alkohol in der Form von Ethylalkohol oder Ethanol, mit dessen Hilfe manche Aromen und Farbmittel hergestellt werden.  Sie brauchen auf dem Etikett nicht zu erscheinen.

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Parafine und Wachse (905-907)

Das sind gereinigte und gemischte Kohlenwasserstoffe, aus Erdöl und Braunkohle hergestellt, die bei einigen Lebensmitteln eingesetzt werden, um das Austrocknen zu verhindern oder um eine glänzende Oberfläche zu erzielen. Die so behandelten Stoffe werden damit zugleich haltbar gemacht. Erlaubt sind diese Zutaten bei Trockenfrüchten, Zuckerwaren, Kaugummi, Käserinde und Eiern, die als "versiegelt" gekennzeichnet werden müssen.

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Modifizierte Stärken (E 1400-E 1442)

Das ist der Klassenname für chemische veränderte Stärken; auf dem Etikett genügt die Angabe des Klassennamens. Für physikalisch oder enzymatisch modifizierte Stärke kann die Bezeichnung Stärke verwendet werden. Sie dienen als Verdickungsmittel in Fertiggerichten, Cremes, Desserts, Soßen und Suppen, Geleeartikel, Gummibonbons und Knabbererzeugnissen.

Bestimmte Zusatzstoffe dürfen nicht zu Baby- und Kindernahrung verwendet werden, ebenso wenig wie 2-Aminoethanol, der geschälten Früchten und geschältem Gemüse beigefügt werden darf. Beim Einkaufen von Fertignahrung für Kinder sollte man daher sehr sorgfältig prüfen, ob diese Stoffe enthalten sind oder nicht.

Quelle: E=eßbar? - Was Sie über die Zusatzstoffe in unserer Nahrung wissen sollten,
Maurice Hanssen, Goldman (ISBN 3-442-10416-5)

Erlaubte Farbstoffe Konservierungsstoffe Erlaubte Antioxidantien Emulgatoren und Stabilisatoren Zuckeraustauschstoffe

 

Copyright © 2001.
Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 19. Februar 2008
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