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1. Was ist Altern?

 

 

 

 

 

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Alterungsprozess und moderne Medizin

Das Altern ist ein Prozess, der nicht erst in höherem Lebensalter beginnt, sondern von Geburt an unumkehrbar fortschreitet. Altern beeinflusst alle Aspekte menschlichen Daseins. Es ist ein biologischer, psychischer und sozialer Prozess.

Die Alterungsprozesse bedrohen zunächst die Unabhängigkeit und Lebensqualität des Individuums, im Laufe ihres Fortschreitens aber auch die Lebensfähigkeit des Gesamtorganismus. Die moderne Medizin und Pflege können die Lebensfähigkeit oft noch um Jahre erhalten, häufig allerdings um den Preis einer deutlichen Minderung der Lebensqualität - man denke etwa an den Nierenkranken an der Dialysemaschine, den chronisch gelähmten Patienten nach Schlaganfall oder den dementen Patienten im Altenheim. Entsprechend sind uns die Bilder an Apparate gefesselter älterer Patienten geläufig, die qualvoll ihre letzten Lebensmonate durchleben.

Gute alte Zeit

Im Gegensatz dazu ergibt sich aus vielen Geschichten und Legenden der Eindruck, dass die Menschen früher meist "in Frieden" sterben durften, sozusagen beim Mittagsschlaf auf der Gartenbank vom Herzschlag getroffen wurden. Dieses Bild entspricht dem idealtypischen Alterungsverlauf (Linie 5, s. unten) und traf nur für ganz wenige zu: Zum einen starb die Mehrzahl der Menschen früh, als Säugling, als Kind, oder Millionen Frauen an den Komplikationen von Niederkunft und Wochenbett. Zum anderen bedeuteten viele heute behandelbare Leiden jahrelanges qualvolles Siechtum bis zum Tod: die Herzinsuffizienz und die Gicht seien als Beispiele genannt.

Richtig ist aber auch, dass es unsere moderne Medizin trotz ihrer ausgefeilten therapeutischen Möglichkeiten praktisch nicht geschafft hat, dass die Menschen in Frieden und ohne Leiden sterben können.

Historische Entwicklung der Lebenserwartung. Bessere Hygiene, Ernährung und medizinische Versorgung haben seit dem 16. Jahrhundert die Lebenserwartung mehr als verdreifacht.

 

Verschiedene Alterungsverläufe

Linie 1: Stark beschleunigter Alterungsprozess ab dem 6. Lebensjahr bei der Progerie (vorzeitige Vergreisung)
Linie 2: Risikofaktoren (Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Nikotin) führen ebenfalls zu einer schnelleren Alterung. Nach Akutereignissen (z.B. Schlaganfall) kann durch therapeutische Intervention eine Besserung der Lebenserwartung und der Lebensqualität erreicht werden (gestrichelte Linie).
Verschiedene AlterungsverläufeLinie 3: Rasche Funktionsbeeinträchtigung, wie sie für Demenzkranke typisch ist. Auffallend ist die lange Phase der Behinderung und Pflegeabhängigkeit.
Linie 4: "Normales" Altern. Bis ins hohe Alter bestehen nur leichte Beeinträchtigungen. Die Phase von Behinderung und Pflegeabhängigkeit ist auf wenige Monate beschränkt (durch medizinische Therapien oft aber erheblich verlängert).
Linie 5: Idealtypischer Verlauf des Alterns ("in hohem Alter auf der Parkbank friedlich entschlafen")

 

Biographisches und biologisches Alter

Wie erwähnt, beschleunigen Umweltfaktoren - also Lebensstil wie auch einschneidende Lebensereignisse (life events) - den genetisch vorherbestimmten Alterungsprozess. So erklärt sich das häufig zu beobachtende Phänomen, dass zwei Menschen unterschiedlich gealtert sind, obwohl sie im gleichen Jahr geboren wurden. Die Gerontologie unterscheidet daher zwischen biographischem bzw. chronologischem Altern und biologischem Altern.

Das biographische Alter bezeichnet die am Kalender ablesbare Alterung eines Menschen. Demgegenüber informiert das biologische Alter über den aktuellen Gesundheitszustand und die Belastbarkeit eines Menschen. Zu beachten ist, dass es sich bei der Festsetzung des biologischen Alters lediglich um einen geschätzten Wert handelt.

Prozentwerte nach Sloane, 1992

Übersicht über die Abnahme von Organfunktionen zwischen dem 30. und 75. Lebensjahr. Kennzeichnend ist nicht nur der zahlenmäßige Funktionsverlust vieler Organe, sondern auch die generelle Abnahme der Anpassungsfähigkeit der einzelnen Organsystem mit steigendem Alter.

 

Soziales Altern

Der Begriff des biologischen Alterns berücksichtigt nicht, dass das Alter(n) vom Einzelnen sehr unterschiedlich erlebt wird und die Lebensqualität im Alter entscheidend von der Familie und vom sozialen Umfeld, z.B. den Freunden, abhängt.

Traditionelle Rollenerwartungen betonen die Defizite des alternden Menschen. Sie unterstützen ihn zwar, engen aber faktisch seinen Verhaltensradius immer weiter ein, so das soziale (wie auch körperlich-motorische) Fähigkeiten zunehmend verloren gehen. Folge ist eine Beschleunigung des Alterungsprozesses.

Auch die heute viele Alte belastende Vereinsamung hat den gleichen Effekt: Besonders kommunikative und soziale Fähigkeiten werden nicht mehr in Anspruch genommen, verkümmern und gehen schließlich verloren. Die bei vielen Alten, insbesondere Witwen, vorhandene (relative) materielle Armut verstärkt den hierdurch in Gang gesetzten Teufelskreis von Einengung, Isolation und sozialem Kompetenzverlust, da die verbleibenden sozialen Kontaktmöglichkeiten (Kaffeekränzchen, Busreisen, Konzerte) Geld kosten. In diesem Sinne kann in Analogie zum biologischen Altern  vom sozialen Altern gesprochen werden, womit insbesondere der Verlust psychophysischer Lebenskräfte und damit sozialer Aktionsmöglichkeit gemeint ist.

Warum muss das Altern wohl sein?

Versetzen wir uns einmal in die Lage der Natur. Überleben kann letzten Endes auf der Erde nur, was sich verbessert. Zur Verbesserung braucht es aber neue Glieder in der Kette der Generationen. In einer ökologischen Nische können neue Erbanlagen nicht entwickelt und durchgeführt werden, wenn nicht Platz dafür geschaffen wird. Es müssen also die Alten gehen, damit die Jungen zeigen dürfen, was sie können. Das Altern ist notwendig, damit die die Evolution überhaupt in Gang kommen kann und damit neue Arten entstehen können. Ohne das Altwerden und Sterben wären wir Alten heute gar nicht da.

 

Schlussbemerkung

Sie sind dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert, denn Sie können definitiv etwas für ein Leben im Alter, das Gesundheit, Vitalität und Virilität gewährleistet tun.

Denken Sie nach und...

Lassen Sie sich nicht aufhalten!

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Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 19. Februar 2008
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