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Ihre Nieren

 

 

 

 

 

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Millionen Filter im lebenslangem Einsatz

Würden Ihre Nieren nicht unermüdlich ackern, wären Sie in kurzer Zeit vergiftet. Sie sind so winzig, dass sie mit bloßem Auge gerade noch als Punkt zu erkennen sind. Und dennoch bringen die über eine Million Nierenkörperchen (Glomeruli), über die jede Ihrer beiden Nieren verfügt, eine Riesenleistung. In jeder Minute befreien sie rund 1,2 Liter Blut von allen "harnpflichtigen" Abfällen. 

Winzlinge mit Riesenleistung

Länge/Niere ca. 12 cm = Länge eines Kugelschreibers
Gewicht/Niere ca. 150 g = Gewicht einer mittelgroßen Apfelsine
Oberfläche beider Nieren ca. 1,5 qm = Teppich von 1m x 1,5 m
Blutdurchfluss/Tag ca. 1700 l = 170  10-Liter Eimer
Blutdurchfluss im Laufe eines 80-jährigen Lebens ca. 50.000.000 l = Jahreswasserverbrauch von ca. 1000 Bundesbürgern
Primärharnbildung ca. 180 l/Tag = 1 Wannenfüllung

Sollten Sie 80 Jahre alt werden, dann hätten Ihre beiden Nieren aus über 50 Millionen Litern Blut, die in diesem Zeitraum durch Sie hindurch geflossen sind, alle Abfälle Ihres Stoffwechsels herausgefiltert, die sonst Ihren Körper vergiften würde.

Weit mehr als nur Abfallentsorger

Doch Ihre Nieren sind weit mehr als nur eine Kläranlage. Sie regulieren den Wasser- und Salzhaushalt im Blut und sorgen für ein Säure-Basen-Gleichgewicht. Darüber hinaus produzieren sie zwei wichtige Hormone: Renin und Erythropoetin. 

Renin hilft, den Blutdruck im Normalbereich zu halten. Sind die Nieren in ihrer Funktion gestört, kann dies zu Bluthochdruck führen. Und der schädigt wiederum die Nieren - ein Teufelskreis! Je länger er anhält, desto gravierender. Die Folge: Schrumpfniere oder gar völliger Ausfall der beiden unentbehrlichen Organe. 

Erythropoetin kurbelt die Produktion der roten Blutkörperchen an, die unter anderem für den Sauerstofftransport in die Zellen verantwortlich sind. Und der wird von den 80 Billionen Zellen des Körpers ständig benötigt. Mangelt es daran, gehen sie zugrunde. Sie sehen also: Es kann schwerwiegende Folgen haben, wenn Ihre Nieren nicht mehr einwandfrei arbeiten.

Bewusster leben!

Trinken Sie viel, am besten kohlensäurearmes oder -freies Mineralwasser, dazu Kräuter- und Grünen Tee und stark verdünnte Fruchtsäfte. Zwei bis drei Liter sind optimal. So werden Nieren und Blase gut durchgespült, und Bakterien haben Mühe, sich in den Harnweg einzunisten und Infektionen in Gang zu setzen.

Um Ihren Nieren die Regulierung des Säuren-Basen-Haushaltes zu erleichtern, sollten Sie ernährungsbewusst leben: Basische und an Ballaststoffen reiche Lebensmittel, vor allem frisches Gemüse, müssen auf Ihrem Speisezettel ganz oben stehen.

Mit tierischem Eiweiß, also Fleisch und Wurstwaren, sollten Sie eher sparsam umgehen - vor allem dann, wenn Ihre Nieren bereits in Mitleidenschaft gezogen sein sollten. Bevorzugen Sie auf alle Fälle pflanzliches Eiweiß - es ist reichlich vorhanden in Hülsenfrüchten, allen voran in Sojabohnen. Essen Sie maximal 30 bis 40 Gramm Eiweiß pro Mahlzeit. Nach Experten-Ansicht kann eine (relativ) eiweißarme Kost die Nieren schonen. Essen Sie lieber sechs als dreimal am Tag.

"Dolce vita" mit fatalen Folgen

Wer von uns ist nicht schon mal leicht auf 180 oder sogar darüber! Sollte dies aber mit Ihrem Zuckerspiegel in Ihrem Blut geschehen, dann wird es fatal. Steigt er über 180 Milligramm pro Deziliter in Ihrem Blut, schaffen es die Nieren nicht mehr, alle Zuckermoleküle zurückzuhalten. Die "Nierenschwelle" ist dann überschritten. In diesem Fall lässt sich also Zucker im Harn nachweisen - dringender Verdacht auf Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Wieder zeigt sich, dem Hormon Insulin kommt eine erhöhte Bedeutung zu.         S.a.: metabolisches Syndrom

Im Übrigen treten Nierenschäden vielfach als Folge der Zuckerkrankheit auf. Mit einer diabetischen Glomerulosklerose, einer Vergrößerung der Nierenkörperchen, die bis zum völligen Versagen der Nieren bei der lebenswichtigen Entgiftungsarbeit führen kann, müssen bis zu zwei Dritteln aller männlichen und rund ein Drittel aller weiblichen Zuckerkranken rechnen.

Jedes Jahr müssen fast 12.000 Mitmenschen damit rechnen, dass ihre Nieren durch eine Maschine ersetzt werden. Sie haben es selbst in der Hand, ob Sie eines Tages zu diesen Leidtragenden gehören oder nicht!

Allein in Deutschland sind augenblicklich rund 48.000 Mitmenschen auf eine künstliche Niere (Dialyse) angewiesen. Eine Zahl die dramatisch zunimmt: Derzeit erkranken jährlich 11.600 Menschen an chronischem Nierenversagen. Nur wenigen von Ihnen kann durch eine Nierentransplantation geholfen werden.

Die "künstliche Niere"

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten musste jeder, bei dem chronisches Nierenversagen auftrat, jämmerlich sterben. Auch strenge Spezialdiät konnte die zunehmende Vergiftung des Körpers auf Dauer nicht verhindern. Die segensreiche Erfindung der "künstlichen Niere" verhilft de Betroffenen zwar nicht zu der Lebensqualität eines Gesunden, zumindest aber zu einer ähnlich hohen Lebenserwartung. Dieses externe Gerät übernimmt die Aufgaben der gesunden Nieren: die "Blutwäsche" (Hämodialyse). Mit seiner Hilfe werden alle die Abfall und Schadstoffe aus dem Blut entfernt, die der Körper loswerden muss, um sich nicht zu vergiften. Das Blut des Patienten wird von seinem Arm aus in die "künstliche Niere" geleitet und dort durch eine dünne Membran gepresst, die alle Abfall- und Schadstoffe durchlässt und die guten Stoffe zurückhält - wie die gesund Niere auch. Das gereinigte Blut wird in den Körper zurückgeleitet.

In der Regel müssen sich die Patienten Zeit ihres Lebens dreimal pro Woche für jeweils vier bis sechs Stunden mit der "künstlichen Niere" selbst behandeln (Heimdialyse) oder behandeln lassen, in der Regel in einem Dialysezentrum.

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Stand: 19. Februar 2008
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