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Diabetes mellitus

 

 

 

 

 

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6 Millionen Diabetiker in Deutschland

Der Anteil in der deutschen Bevölkerung die an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, kurz Diabetes) leiden ist in den letzten Jahren um 50 Prozent, von 4 auf 6 Millionen Erkrankte gestiegen. Man unterscheidet zwei Diabetes Typen, Typ I und Typ II.

Die Bereitschaft zur Entwicklung eines Diabetes kann bei beiden Typen vererbt sein, wobei jedoch kein einfacher Erbgang vorliegt, sondern mehrer Gene und Umwelteinflüsse an der Ausprägung beteiligt sind. Bei einer familiären Belastung ist daher die Wahrscheinlichkeit, an einer Diabetes zu erkranken, um ein Vielfaches größer als normal.

Typ-I-Diabetes

Der Typ-I-Diabetes macht sich meist bis zum 35. Lebensjahr bemerkbar. Er wird heute den Autoimmunkrankheiten zugerechnet. Wahrscheinlich lösen Virusinfekte bei bestimmter erblicher Veranlagung eine Antikörperbildung u.a. gegen die B-Zellen  des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) mit nachfolgender Zerstörung der B-Zellen aus. Die Bauchspeicheldrüse produziert kaum oder gar kein Insulin mehr - man spricht von einem absoluten Insulinmangel.

Da der Diabetes mellitus Typ I nur durch Insulingabe therapiert werden kann, wird er auch insulinabhängiger Diabetes genannt.

Typ-II-Diabetes

Der Typ-II-Diabetes betrifft vor allem ältere, übergewichtige Menschen und macht mit 90 Prozent aller Diabetiker den Hauptanteil aus. Bei entsprechend Disponierten werden durch stete Überernährung mit entsprechend steigenden Insulinbedarf zuerst die Insulinrezeptoren in den Geweben gegenüber Insulin unempfindlich (Insulinresistenz). Die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin produzieren, bis die B-Zellen nach Jahren "nicht mehr mithalten können" und es zum relativen Insulinmangel kommt - die Krankheit manifestiert sich.

Typ-II-Diabetiker fühlen sich meist zunächst schwach, viele haben gehäufte Harnwegs- oder Pilsinfektionen oder Juckreiz. Erst später bemerken sie Polyurie und großen Durst. Oft wird der Typ-II-Diabetes auch zufällig durch eine Routinemäßige Blutzuckerbestimmung entdeckt (BZ nüchtern über 120 mg/dl).

Da sich der Diabetes mellitus Typ II oft durch Gewichtsreduktion und Diät behandeln lässt, wird er auch als insulinunabhängiger Diabetes mellitus bezeichnet.

Gefahr für die Gefäße

Vor allem Typ-II-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit dem diesjährigen Weltdiabetestag startet deshalb eine Aufklärungskampagne, die auf diese Gefahr aufmerksam machen soll.

Das metabolische Syndrom

Erst seit relativ kurzer Zeit ist bekannt, dass Störungen der Glukosetoleranz bzw. ein Diabetes mellitus (Typ II) nicht nur überzufällig häufig zusammen mit Übergewicht, zu hohen Blutfettspiegeln und Bluthochdruck auftreten, sondern auch pathosphysiologisch eine Einheit bilden. Dieses metabolische Syndrom (Syndrom X)  erhöht das Risiko (tödlicher) Herz-Kreislauf-Erkrankungen ganz erheblich, weshalb die oben genannten vier Risikofaktoren auch als tödliches Quartett bezeichnet werden. Dabei scheint dem erhöhten Insulinspiegel (wie er in den Jahren vor Ausbruch eines Typ-II-Diabetes zu beobachten ist) zentrale Bedeutung zuzukommen.

"Dickes Blut" als Infarktrisiko

Diabetes ist nicht nur eine chronische Stoffwechselkrankheit. Mehr als 75 Prozent aller Patienten mit Diabetes sterben am Herzinfarkt oder Schlaganfall. Besonders beim Typ-II-Diabetes führt der über Jahre hinweg erhöhte Blutzuckerspiegel auch zu Gefäßschäden.

Aber nicht nur dadurch sind Diabetiker stark herzinfarktgefährdet. Hinzu kommt, dass Zuckerkranke ein besonders aktives Blutgerinnungssystem haben, unter anderem weil ihr Blut durch den erhöhten Zuckerspiegel "schlechter fließt" - ein weiterer Risikofaktor für einen Infarkt. Das gilt umso mehr, wenn außerdem erhöhte Blutfettwerte oder Bluthochdruck hinzukommen.

Alle diese Faktoren machen sich nicht mit Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen bemerkbar. Deshalb ist es besonders wichtig, das Risiko zu erkennen und so weit wie möglich zu verringern: einerseits mit Medikamenten, die nicht nur den Blutzucker verringen, sondern auch das Blut verdünnen (z.B. Herbalifeline), den Blutdruck und die Blutfettwerte senken und andererseits mit gesunder Ernährung und viel Bewegung.

Altersdiabetes durch Lebensstil meist vermeidbar

Altersdiabetes ist nach einer US-Studie zu 61 Prozent auf Übergewicht zurückzuführen. Wie die Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe mitteilte, haben Forscher der Harvard School of Public Health über einen Zeitraum von 16 Jahren Daten von rund 85 000 Frauen genommen.

Mit einem insgesamt gesunden Lebensstil seien 90 Prozent der Fälle von Alterdiabetes vermeidbar. Das Diabetesrisiko hänge fast ausschließlich von Körpergewicht, Ernährung, Bewegung, Rauchen und Alkohol ab.

Von den geschätzten 6 Millionen Diabetesfällen in Deutschland könnten damit etwa 5,4 Millionen durch regelmäßige körperliche Aktivität und gesündere Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verhindert werden, teilte die Anstalt mit.

Die Forschungsanstalt wertet die Resultate der Untersuchung als „eindrückliches Beispiel“ dafür, dass individuelle Vorsorge nicht nur der persönlichen Gesundheit dient, sondern letztlich auch zu einer Senkung der Kosten im Gesundheitswesen beitragen kann.

Über die Studie der Harvard School of Public Health (Boston) hatte bereits die „Ärzte Zeitung“ berichtet. Die Originalarbeit ist im „New England Journal of Medicine“ (Bd. 345, S. 790) veröffentlicht.

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Stand: 19. Februar 2008
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