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DGE für Ernährung

 

 

 

 

 

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Nährwertempfehlungen sind nicht wissenschaftlich begründet.

Wer wissen will, ob er genug lebenswichtiges Magnesium, Eisen oder Vitamin C zu sich nimmt, orientiert sich gewöhnlich an den sogenannten „Nährwertempfehlungen“, die zugleich auch für viele Ernährungsberater verbindlich sind. Die Empfehlungen zu den einzelnen Nährstoffen fallen allerdings von Land zu Land unterschiedlich aus. Die Differenzen sind dabei manchmal so gravierend, dass sich die Frage aufdrängt, ob der Nährstoffbedarf eines Menschen vielleicht von seiner Nationalität abhängt.

In Deutschland ist dafür die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zuständig. In ihren „Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr“ finden sich, ordentlich aufgelistet, nach Alter und Geschlecht getrennt, aufs Komma genaue Zahlenkolonnen, die die Bedürfnisse des Deutschen definieren. Wie diese wundersamen Zahlen dorthin gekommen sind, war eines der am besten gehüteten Geheimnisse der amtlichen Ernährungswissenschaft. Die Offenbarung von Quellen und Berechnungsverfahren gehörte bisher kaum zu den Tugenden der Eingeweihten.

Offenbar kam man dazu wie die Jungfrau zum Kind. Anlass zu dieser Vermutung gibt das ehrfürchtige Staunen über das Zustandekommen der neuen amerikanischen Zufuhrempfehlungen der Nährstoffe (Dietary Reference Intake,DRI). Diese werden von amerikanischen und kanadischen Expertengruppen nach einer streng standardisierten Methode erarbeitet: Die Kommission sichten Fachliteratur, analysieren Studienergebnisse und entwickeln Vorschläge. Im nächsten Schritt werden im Rahmen einer öffentlichen Anhörung weitere Wissenschaftler, fachbezogene und öffentliche Interessengruppen sowie Fachleute aus Politik und Industrie in die Diskussion mit einbezogen. Erst dann stellt die Kommission ihre Empfehlungen fertig und übergibt sie einem übergeordneten Gremium zur Veröffentlichung.

Fehlende Nachvollziebarkeit

Jeder Schritt bis zur Entscheidungsfindung ist schriftlich festgehalten und kann jederzeit nachvollzogen werden. Dieses Vorgehen, das eigentlich jedem Wissenschaftler selbstverständlich sein sollte, wird nun von deutschen Ernährungsexperten als „noch nie praktizierte, umfassende wissenschaftliche Grundlage“ erkannt. Und überhaupt sei auch mit Blick auf Europa eine „Objektivierung“ der geltenden deutschen Zahlenwerte erforderlich. Das ist höchste Zeit. Schon 1992 hatte der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission die fehlende Nachvollziehbarkeit der deutschen Empfehlungen bemängelt.

Im selben Artikel erfahren wir, wie die deutschen Nährstoffempfehlungen bislang zustande kamen: Sofern die Bedarfswerte nicht geschätzt wurden und daher reine Spekulation sind, wurden von einzelnen Wissenschaftlern Vorschläge erarbeitet, über die das Präsidium endgültig befand. Bei diesem Verfahren sei „ein subjektiver Einfluss .. nicht auszuschließen“, musste man zugeben, zumal die Bedarfszahlen häufig auf Untersuchungen basierten, die man einem Sicherheitszuschlag, der ebenfalls mehr oder weniger spekulativ festgelegt wurde („Darf’s heute etwas mehr sein?“).

DGE bemüht um wissenschaftliche Argumentation

Inzwischen liegen die druckfrischen Nährwertempfehlungen der DGE vor. Zwar bemühten sich die Verfasser wenigstens um den Anschein einer wissenschaftlichen Argumentation, doch eine detaillierte Analyse der Originalliteratur durch das Europäische Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften förderte so gravierende Fehler und Manipulationen zutage, dass der Glaube an die Kompetenz der reichlich mit Steuergeldern ausgestatteten DGE wieder nachhaltig erschüttert wurde. Und wie sollen wir’s nun halten mit den Nährstoffempfehlungen? Unser Tipp: Machen Sie es wie mit den päpstlichen Enzykliken aus Rom.

Quelle: M.Hages et al: Die neuen Dietary Reference Intakes – ein Beitrag zur internationalen Harmonisierung der Zufuhrempfehlungen? Ernährungsumschau 1999/46/S. 130

siehe auch: Zweifelhafter Ruf der Pharmaindustrie

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Stand: 19. Februar 2008
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