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Gesundheit und Lebensstil:

Krank durch unsere Umwelt?

Ein beklemmendes Bild: Unsere Umwelt, die uns jahrtausendelang Lebensraum und Nahrungsspender war, greift uns an, macht uns krank. Natürlich ist es nicht die Umwelt selber, sondern es sind die vielen chemischen Verbindungen, die wir ihr in den letzten Jahrzehnten sorglos zugemutet haben:

Umweltgift PCB ...

Ein Beispiel für verbreitete Umweltgifte sind die PCB (Polychlorierte Biphenyle). Dahinter verbirgt sich eine Gruppe von etwa 200 chlorierten Kohlenwasserstoffen, die sich im Körper anreichern und dort Leber- und Hautschäden (z.B. eine kaum behandelbare Chlorakne) hervorrufen können. Außerdem beeinträchtigen sie das Immunsystem, und es besteht der begründete Verdacht, dass PCB Krebs auslösen. Technisch fanden diese Verbindungen Anwendung etwa als Dichtungsmasse und in Transformatoren.

In der Bundesrepublik ist die Anwendung von PCB zwar seit 1978 verboten, doch kommen diese Verbindungen aufgrund ihrer schlechten Abbaubarkeit auch heute noch überall in der Umwelt vor, sogar im Schnee der Rocky Mountains und dem Tiefeneis der Antarktis. Da diese Verbindungen fettlöslich sind, reichern sie sich stark in der Muttermilch an, wobei aber die konkrete Gefährdung des Säuglings bis heute umstritten ist.

... und PCP

Ebenfalls überall präsent ist das Pentanchlorphenol (PCP, Lindan®). Dieses Holzschutzmittel wurde von Hobby-Handwerkern in den siebziger Jahren in großen Mengen verstrichen. Doch auch die Textil-, Leder-, Leder-, Klebstoff-, Lack- und Farbenproduktion verwendete die Chemikalie gerne. In der Landwirtschaft benutzten es die Bauern als Pestizid. Heute ist die Substanz in der Bundesrepublik zwar verboten, aber bei Proben finden sich immer wieder erhöhte PCP-Werte.

Und PCP ist nicht umsonst gefürchtet: Es ruft Harnwegsinfekte, chronische Bronchitiden, Hautveränderungen und vor allem neurologische Störungen hervor. So klagen mit PCP belastete Patienten über Kopfschmerzen, Depressionen und Konzentrationsschwäche. Auch ist ein negativer Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit nachweisbar.

Lungenfeind Asbest

Ebenso wie das PCP fand auch ein anderer Stoff in vielen Häusern Verwendung, dessen Gefährlichkeit erst viel später erkannt wurde, das Asbest. Heute ist der Einsatz dieses Stoffes verboten, doch sind die Altlasten enorm. Asbest wurde vor allem als Isolations- und Dämmmaterial eingesetzt und findet sich deshalb oft in Decken- und Wandverkleidungen, aber auch in elektrischen Geräten wie etwa alten Nachtspeicheröfen.

Mit der Zeit wird Asbest brüchig, und die feinen nadelförmigen Mikropartikel gelangen in die Atemluft. So kommen sie in die Lunge, wo sie sich im Gewebe festsetzen und Lungentumoren auslösen können. Ob die noch erlaubten anderen Mineralwollen ähnlich gefährlich sind wie Asbest, wird kontrovers diskutiert.

Doch selten sind die Zusammenhänge zwischen Chemikalie und Erkrankung so klar. Nur langsam erkennen wir, warum in den letzten Jahren z.B. Allergien drastisch zugenommen haben.

Allergien und Umweltschadstoffe

Bei den Allergien etwa gilt als sicher, dass sie in großem Umfang auf diese Einflüsse zurückzuführen sind. Der Grund für den Anstieg der Pollenallergien liegt beispielsweise höchstwahrscheinlich darin, dass sich Schadstoffe an Pollen und Schwebstoffe in der Luft anlagern und der Körper eigentlich zunächst auf die Schadstoffe reagiert, später jedoch auch auf die Pollen eine allergische Reaktion zeigt.

Auch Nickel- und Chromallergien durch Modeschmuck haben in der letzten Zeit zugenommen. Hier sind höchstwahrscheinlich ebenfalls Umweltschadstoffe die Ursache: Sie schädigen die Haut und machen sie anfälliger für das Allergen.

Gestylte Nahrungsmittel

Kann ein Allergiker, der auf Erdbeeren reagiert, den Allergenen noch relativ leicht ausweichen, gibt es vor anderen Allergieauslösern heute kaum noch ein Entkommen: Sie stecken als Farb- oder Konservierungsstoffe als Geschmacksverstärker und Trennmittel in unseren Nahrungsmitteln Wer weiß denn schon, dass hinter der Bezeichnung  E 110 der Farbstoff "Gelb-orange S" steckt, der Allergien auslösen kann und der immer noch im Verdacht steht, das Erbgut zu schädigen?

Insgesamt sind in Deutschland etwa 250 Lebensmittelzusätze dieser Art zugelassen. Zusätzlich zu diesen erlaubten Nahrungsmittelzusätzen enthalten unsere Lebensmittel auch unterschiedliche Mengen anderer Fremdstoffe wie etwa Quecksilberverbindungen (in Fischen) und Cadmium (in Obst und Gemüse).                        Was essen wir 2050?

Merke:

Es wird noch viel geforscht werden müssen, bis man die Rolle der Umweltschadstoffe in ihrer ganzen Komplexität versteht. Dennoch immer wissen wir nicht, inwieweit diese Schadstoffe auch in hoch komplizierte Vorgänge eingreifen, wie sie etwa bei der Entstehung von Tumoren ablaufen. Mit unserem derzeitigen Wissensstand ist es nahezu unmöglich, von vornherein zu behaupten, den gesamten Wirkmechanismus einer neuen Chemikalie genau zu kennen und in Bezug auf ihre Langzeitengefährlichkeit sicher zu sein.

Wussten Sie schon....

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Stand: 19. Februar 2008
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